Über mich
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Meine Instrumente (ausgewählt)  
Renaissance Barock (ausgewählt) Sonstiges

 

Traversflöten

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der gängigen Modelle meines Traversflöten-Angebotes.

Meine Traversflöten sind Nachbauten oder Kopien von Originalen, die in der Barockmusik einen besondere „Rolle“ gespielt haben. Ich habe bei der Auswahl darauf geachtet, eine große Zeitspanne abzudecken und Instrumente nachzubauen, die die besonders herausragenden und typischen Traversflötenkompositionen berücksichtigen.
Ein ganz frühes Instrument ist die Traverse von Eichentopf, die ich, für die Bachkreise, als das authentische Bach-Instrument halte. Für die preußischen Höfe (Berlin - Bayreuth) gilt natürlich Quantz, sowie eine Traverse aus dem Besitz Friedrichs des Großen (F II genannt).
Ich verwende ausgewähltes Material für Original-Kopien. Ich baue aber auch gerne Instrumente aus anderen Holzarten, um Ihnen ein erweitertes Klangspektrum anbieten zu können. Besonders herausragend ist der Klang von Fliederholz. Ich kann Ihnen eine Berliner Traversflöte aus Berliner Fliederholz anbieten - der Klang ist besonders angenehm, warm und doch kräftig.

 

Neue Materie woraus ich neue Flöten verfertigt habe:
Lignum sanctum ist die von Quantz übertragene Bezeichnung des Pockholzes, dessen botanische Bezeichnung "lignum vitae" heißt (echtes Pockholz); es kommt aus dem Norden Südamerikas und der Karibik. Pockholz ist eines der schwersten Hölzer der Erde (1400 g/cm3).
Es ist durchaus möglich, dass Quantz diese "Materie" gekannt und verarbeitet hat.


aus J. J. Quantz "Versuch einer Anweisung, die Flöte traversière zu spielen", Berlin 1752 - Siehe Seite 29

Die QUANTZ-Traverse, die ich aus Pockholz gebaut habe, hat einen unerwartet verblüffenden Klang: Im Vergleich zu allen anderen Holzarten klingt ein Pockholz-Instrument sehr kernig und stark, ohne dabei schrill oder "metallig" zu sein. Es ist die lautstärkste Traverse, die trotz der großen Masse (Fettgehalt) einen angenehmen Klang hat. Das Holz hat eine bräunlich-grün-changirende Farbe; es ist sehr pflegeleicht. Seine Beschaffung und Verarbeitung ist leider sehr teuer und aufwändig. Siehe unter QUANTZ.

EICHENTOPF, Johann Heinrich
Original im Leipziger Musikinstrumentenmuseum ganz aus Elfenbein (siehe Abb.), um 1730. Das Original wurde damals nachträglich von einer tieferen Stimmung auf 415Hz geändert, wobei die Verzierungswulste zum Teil drastisch verkürzt wurden. Diese geänderte Version zeichnet sich durch eine besonders gute Intonation aus. Der Klang ist verblüffend, unvergleichlich - durch die sehr wenig konische Mensur, eher einer Renaissance -Traversflöte ähnlich, aber mit einem schönen, großen Ton. Eichentopf arbeitete eng mit Bach zusammen.
Ich habe die Proportionen der äußeren Form rekonstruiert und im Sinne von Eichentopf einer 415 Hz-Traverse angepasst. Die Mensur entspricht exakt dem Original. Das Resultat ist herausragend. Man kann sagen: Hier ist die authentische Bach-Traverse! eine der frühesten deutschen Traversen. Eine Wiederbelebung von Stefan Beck musikhandwerk.

Rekonstruktion ganz in Buchsbaum (natur) oder in Ebenholz mit Kunstelfenbein; Kopfschraube;
dis - Klappe. A=415 Hz oder A=392 Hz.
Neu:
Dasselbe Instrument als hohe Traversflöte aus Ebenholz, Flieder oder Mulga oder Thuja

in A=440 Hz; mit annähernd originaler, barocker Klangfarbe!

Seit 2005 ist dieses Instrument auch aus massivem Elfenbein erhältlich - wie das Original.

 
F II (Friedrich II.) SCHERER
Aus dem Besitz Friedrich des Großen (F II.),vermutlich von Scherer (Butzbach/Hessen) um 1750. Die ideale Berliner Traverse ! Original im Privatbesitz, ganz aus Elfenbein.
Kopie entweder ganz aus europäischem Buchsbaum (natur), Ebenholz oder andere Holzarten. Geteilter Kopf mit Schraube; dis-Klappe, A=415 Hz.
 
QUANTZ, Johann Joachim
Original ehemals im Schloß Köpenick (Berlin), jetzt Kunstgewerbemuseum. Um 1750, in Ebenholz mit geteiltem Kopfstück und 2 Klappen (enharmonisch, dis-es).

Kopie in Ebenholz oder Buchsbaum (natur) oder Pockholz (Sonderpreis) mit Kunstelfenbein. Geteilter Kopf mit Schraube;
dis- es-Klappe oder wahlweise nur mit es-Klappe.
Auf Wunsch mit Registerfuß. A=415 Hz oder 392 Hz.

Bild links: Olga Ivusheikova (Moskau) mit Quantz-Traverse aus weißem Ebenholz.

Die Quantz-Flöte zum Film
"Mein Name ist Bach"


wurde von mir im Sommer 2002 hergestellt.

Premiere: Locarno-Festival 2003
Friedrich II.: Jürgen Vogel
J.S. Bach: Vadim Glowana
Regie: Dominique de Rivaz

Bild rechts: Jürgen Vogel.

RIPPERT
Original im Engadin-Museum CH 7500 St. Moritz Inv.Nr. 1645, aus Buchsbaumholz mit reich verzierten Elefenbeinteilen und dis-Klappe. Vor 1700. Stimmung vermutlich 388 Hz
Nachbau aus Buchsbaum. Kopfschraube, Verbindungsmuffe und Zierring aus Kunststoff (ohne Schnitzarbeit), dis-Klappe aus Messing. A=388 Hz oder A=392 Hz.
Rippert war Zeitgenosse von Hotteterre. Seine Traversflöte (Engadin-Museum) hat eine weitere Bohrung und einen schönen voluminösen Klang, im Vergleich zur der eng mensurierten "Hotteterre".
 
HOTTETERRE, Jean Baptiste
Original im Landesmuseum Graz Nr.:1384. Um 1700.
Kopie aus Ebenholz mit Kunstelfenbeinteilen, dis-Klappe aus Messing. A=392 Hz.
Nachbau aus Buchsbaum, gebeizt, mit Kunstelfenbeinteilen, dis-Klappe aus Silber. A=395 Hz.
 
ROTTENBURGH, Godefroid Adrien
Original im Privatbesitz aus Buchsbaum, um 1760.
Kopie in Buchsbaum (gebeizt) mit Kunstelfenbein; dis-Klappe. A=415 Hz.

LOT, Thomas
Original in der Musikinstrumentensammlung Brüssel, ganz aus Elefenbein. Circa 1740. Nachbau in Ebenholz, Forsythie oder Elfenbein, dis-Klappe. A = 415 Hz

 

Bild links: Georg Lichtschlag mit Lot - Flöte aus Ilex

 

 

Weitere Informationen zu Traversflöten erhalten Sie auf Anfrage.
Wischer, u.a. finden Sie unter "Sonstiges".